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22. Oktober 2009

Linux-Bootloader nach Windows-Installation wieder herstellen

Jeder, der Windows und Linux parallel auf einem Rechner installiert hat, kennt vielleicht das Problem: nach einer Neuinstallation von Windows hat man erst einmal keinen Zugriff mehr auf das Linux-System.

Denn bei der Installation von Windows wird der Master Boot Record (MBR) der Festplatte vom Windows-Bootloader ohne Rückfrage überschrieben. Leider ist das Redmonder Betriebssystem nicht so tolerant wie alle Linux-Distributionen, die eine vorhandene Windows-Installation automatisch in das Bootmenü aufnehmen.

Die meiner Erfahrung nach einfachste Lösung ist das Sichern des MBR vor der Installation von Linux aus. Für das anschliessende zurückschreiben des MBR benötigt man dann eine Linux-Live-CD, z.B. Knoppix oder auch Ubuntu.

Hier mal die Vorgehensweise:

  1. aus der Linux-Shell heraus den MBR mit folgendem Befehl speichern:
    dd if=/dev/hda of=~/mbr-backbup.mbr bs=512 count=1
  2. Die jetzt im home-Verzeichnis liegende Datei mbr-backup.mbr kann man jetzt z.B. auf einen USB-Stick sichern.
  3. Jetzt Windows wie gewohnt installieren. Dabei wird der MBR überschrieben.
  4. Danach den PC von einer Linux-Live-CD booten, z.B. Knoppix.
  5. Jetzt muss der Datenträger mit der Backup-Datei gemountet werden.
  6. Dann den MBR mit folgendem Befehl zurücksichern:
    dd if=/pfad/zur/datei/mbr-backup.mbr of=/dev/hda bs=512 count=1

Das war’s auch schon, nach einem Neustart sollte wie gewohnt der Linux-Bootloader erscheinen.

In diesem Beispiel liegt der MBR auf der 1. Festplatte des PCs (hda). Unter Umständen kann die schreibweise je nach verwendetem Linux-System abweichen, z.B. /dev/sda.

Weitere Infos zum dd-Kommando gibt es zum Beispiel auf der entsprechenden Wikipedia-Seite.

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Wolfgang Wagner

lebt in Friedrichshafen und arbeitet als Web Developer bei der TYPO3 Agentur jweiland.net in Filderstadt. Weitere Orte im Web: Twitter, Facebook, Wolfgangs Blog

Kommentare (6)

  1. Der MBR der gesichert werden muss, hat 446 Bytes. Im Rest (66 Bytes) steck die Partitions-Tabelle, die mit gesichert werden kann. Zurück dürfen nur 446 Bytes geschrieben werden, da die Tabelle mit der WIN-Partition sonst wieder überschrieben wird.

  2. Ich persönlich nutze für diese Aufgabe eine Funktion die viele Linux-Distributionen auf der Installations-CD (DVD) mit sich bringen. Damit meine ich das Rettungssystem, das meist auch grafisch dargestellt wird und die Möglichkeit bietet den Bootloader neu zu installieren. Durch diese Methode wird einfach der Bootloader neu im vorhanden Linux installiert und in den MBR geschrieben. Das dauert etwa 5min und ist dann alles wieder wie vorher. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen bei mir hats bis jetzt immer funktioniert.

  3. Hallo, ich habe 2 getrennte festplatten auf der sda-platte hatte ich win7 und auf der zweite “sdb” windows server.
    ich habe Ubuntu auf der gesamte sda installiert, leider ich kann nicht mehr die windows server booten ????? was soll ich machen Danke im Vorraus.

    • Der Artikel hier ist vom Oktober 2009, da ich seit geraumer Zeit Linux nicht mehr nutze, kann ich da leider nicht weiter helfen :-/

    • Ich würde sagen, installier dir den Bootloader nochmal auf der zweiten Platte und sag dann deinem Bios das es von dieser zuerst booten soll.

Kommentare sind geschlossen.